Indische HIV-infizierte und AIDS-kranke Frauen und Kinder
unter der Förderung unserer Stiftung
Niemand kennt sie genau, die Zahl der Betroffenen in 60 Slumgebieten von Madurai, Südindien. Aber um ihre Situation wissen wir, nachdem Rosi Gollmann ihnen begegnet ist: Von der Gesellschaft gemieden, und von der eigenen Familien oft ausgegrenzt, finden sie keine Arbeit, und damit fehlt ihnen der nötige Lebensunterhalt. Oft bleibt Frauen nur die Prostitution, um zu überleben. AIDS ist in Indien die Lepra unserer Zeit.
Diese „Ausgegrenzten“ lässt unser indischer Partner nicht allein - und unsere Stiftung tut es auch nicht. Wir haben einem dreijährigen Projektplan zugestimmt, der sich mit einem Finanzvolumen von insgesamt ca. 50.000 Euro wichtige Ziele gesetzt hat: Es geht zunächst um Aufklärungs- und Beratungsdienste für die Angehörigen, vor allem über diese Immunschwäche selbst, die nur geringfügige Infektionsgefahr, die notwendige Hygiene und Sorge um gute Ernährung.
Als gezielte Hilfe wurden bereits 60 Infizierte handwerklich geschult, und das unter Berücksichtigung ihres geschwächten Gesundheitszustandes. Jeder erhielt zum Start eines eigenen Kleinunternehmens einen Kleinkredit in Höhe von ca. 80 €. Betroffene Kinder erhielten einen Zuschuss für Schuluniform und -bücher; ihnen wurde vor allem durch Aufklärung der Lehrer, Eltern und Schüler der Zutritt zur Schule wieder ermöglicht. Dazu kommt: Alle Betroffenen erhalten eine nahrhafte Zusatzversorgung.
Erstaunliches konnte im ersten Projektjahr bereits erreicht werden. Von den insgesamt 360 HIV-AIDS-Betroffenen im Gesamtprogramm sind bereits 60 erfolgreich erfasst. Sie finden Schritt für Schritt zurück in die Gesellschaft: Frauen werden in existierende Gruppen aufgenommen, Kinder gehen wieder zur Schule. Alle haben zu Lebensmut und Selbstachtung zurück gefunden. Erfreuliche Entwicklung ist, dass sich Einzelförderer und lokale Initiativen mehr und mehr finanziell oder ehrenamtlich mit einbringen. Von der indischen Regierung werden nach wie vor die Aufgaben der Untersuchungen und der Medikamentenversorgung wahrgenommen. Uns geht es besonders um die menschlichen Aspekte!
Die Finanzierung dieses Projektes erfolgt durch die Erträge der „Helga-Siegin-Pecks-Stiftung“, einer unserer fünf Treuhandstiftungen, und soweit nötig durch zusätzliche Spenden.
Stiften lohnt sich!
Treuhandstiftungen übernehmen wichtige Aufgaben!
