Warum mich die Idee „Stiftungsdarlehen“ fasziniert
„Dass ich dort nicht fehle..."
„ ... Mein Mann und ich waren von der tollen Idee des Stiftungsdarlehens fasziniert.
Eine einleuchtende großartige Sache: mit dem Geld, das man nicht unbedingt benötigt, Gutes tun, und dabei gleichzeitig zu wissen: Im Notfall kann man den Geldbetrag wieder zurückfordern. Seitens der Bank wird dafür urkundlich die volle Garantie gegeben. So entschlossen wir uns zu einem Stiftungsdarlehen in Höhe von 40.000 €. Dabei verzichteten wir gern auf die Zinsen, die uns diese Rücklage eingebracht hätte: Wir brauchten ja auch keine Steuern dafür zu zahlen.
Unerwartet trat der Notfall bereits wenige Tage später ein: Mein Mann verunglückte tödlich. Die Rosi-Gollmann-Andheri-Stiftung bot mir sofort die unverzügliche Rückzahlung des Darlehens an. Als ich mich aber gedanklich in die Situation etwa einer indischen Frau aus ärmsten Bevölkerungsschichten versetzte, lehnte ich dieses Angebot ab: Eine solche Frau hat keine Rücklage; ihr steht keine Witwen- und Waisenrente zu – sie steht absolut mittellos da, dazu ihre unterprivilegierte Stellung als Frau, erst recht als Witwe.
So bin ich – trotz aller Trauer über den Verlust meines Mannes - glücklich in der Überzeugung, dass ich dort nicht fehle, wo ich gebraucht werde...“
Lili Beck, Mössingen
