Rosi-Gollmann-Andheri-Stiftung

Laufende Projekte

Die Erträge der Rosi-Gollmann-Andheri-Stiftung fließen zur Zeit in folgende Projekte:

 

Kampf gegen Mädchentötung

„Kampf gegen Mädchentötung“
(Projektlaufzeit 1.8.2008 bis 31.7.2011)

In ungezählten indischen Dörfern werden weibliche Föten abgetrieben und neugeborene Mädchen umgebracht. Das ist für uns nicht hinnehmbar. In intensiver Zusammenarbeit der Andheri-Hilfe mit dem engagierten indischen Partner vor Ort sind inzwischen bereits hunderte Dörfer „mädchentötungsfrei“. Es handelt sich um ausgewählte Dörfer, in denen früher 30 bis 50 % der Mädchen das Leben verwehrt wurde. Dahinter stand die Angst der Armen vor dem drohenden finanziellen Ruin bei späteren Mitgiftforderungen bei der Verheiratung der Töchter.

Die Rosi-Gollmann-Andheri-Stiftung hat aus den Erträgen ihrer Stiftung die Finanzierung der zweiten dreijährigen Phase für 30 Dörfer im Kampf gegen Mädchentötung übernommen. Die Maßnahmen setzen an der Wurzel an: Es geht um Bewusstseinsbildung der Bevölkerung, um Schul- und Berufsausbildung - besonders der Mädchen, um Einkommen schaffende Maßnahmen für arme Familien. Und das in intensiver Einbindung der Bevölkerung selbst, damit in Zukunft in 30 Dörfern im Gebiet von Madurai, Südindien (in vielen anderen Gebieten wartet man noch auf diese Hilfe) - Mädchen leben dürfen

 

Förderung chancenloser Jungendlicher

Förderung chancenloser Jugendlicher
(Projektlaufzeit 1.2.2007 bis 31.1.2010)

Trotz indischem Wirtschaftsboom bleiben viele junge Menschen – vorwiegend in ländlichen Regionen – ohne Chancen. Die Rosi-Gollmann-Andheri-Stiftung hat die Finanzierung eines Projektes zur Förderung arbeitsloser Jugendlicher in 30 Dörfern nahe der südindischen Stadt Tiruchirapalli übernommen. Dieses Manikandam Gebiet ist durch besonders hohe Arbeitslosigkeit gezeichnet. Weder bietet die Landwirtschaft genug Verdienstmöglichkeiten, noch gibt es Arbeitsplätze im Bereich Dienstleistung und Industrie. Unterbezahlte Hilfstätigkeiten, Ausbeutung oder Landflucht, die meist in den Slums der Großstädte endet, sind das Los vieler junger Menschen.

Im Rahmen des Projektes organisieren sich die Jugendlichen dieser Dörfer in Selbsthilfegruppen. Sie gewinnen Selbstvertrauen und packen die Veränderung ihrer Situation mutig an. Pro Jahr erhalten 50 von Jungen und Mädchen die Chance einer Berufsausbildung. Sie selbst unterhalten erfolgreich einen Informationsservice als Schnittstelle zum Arbeitsmarkt.

Die bisherigen Erfolge sind ermutigend: Junge Menschen gehen durch nachhaltige Projektmaßnahmen einer tragfähigen Zukunft entgegen.

 

Umfassende und nachhaltige Entwicklung indischer Stammesangehörige

Umfassende und nachhaltige Entwicklung für indische Stammesangehörige
(Projektlaufzeit 1.7.2007 bis 30.6.2010)

Stammesangehörige, sog. Adivasi (Ureinwohner), machen etwa 8 % der indischen Bevölkerung aus. Ihr Los ist hart: Sie leben als Kastenlose zwischen uralten Traditionen und dem Einfluss der Moderne. Sie genießen kaum Anerkennung, und ihre Rechte sind sehr beschränkt.

Die Rosi-Gollmann-Andheri-Stiftung macht sich stark für die Finanzierung eines umfassenden Entwicklungsprozesses für ca. 36.000 Bewohner in 120 Dörfern (meist Adivasi) im Khammam Distrikt im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh.

Zu ihrer Armut und zu fehlenden Bildungschancen kommt für sie die Bedrohung durch den staatlicherseits geplanten Polavaram-Staudamm. 323 Adivasidörfer würden diesem Mammutprojekt zum Opfer fallen. Entsprechende Entschädigungen bleiben erfahrungsgemäß leere Versprechen.

Da setzt unsere Hilfe ein: Es geht darum, die Adivasi in dieser besonderen Situation zu ermutigen, ihre Selbsthilfegruppen im Kampf um ihre Rechte zu stärken, ihre ökonomische Situation zu fördern und Ausbildungs- und Gesundheitsprogramme zu ermöglichen. Die bisherigen Erfolge übertreffen alle Erwartungen.

Ca. 85.000 € hat die Stiftung für das zunächst dreijährige Projekt aufzubringen, damit Stammesangehörige leben, überleben können.

 

Gezielte Hilfe für HIV/AIDS-infizierte Frauen und Kinder

Gezielte Hilfe für HIV/AIDS-infizierte Frauen und Kinder
(Projektlaufzeit 1.2.2008 bis 31.1.2011)

Wer ihnen begegnet ist, den HIV-infizierten und an AIDS erkrankten Frauen in den Slums von Madurai, kann sie nie mehr vergessen: Ihren Gesundheitszustand, weil sich niemand um sie kümmert, ihre finanziellen Not, weil man ihnen keine Arbeit gibt, ihre Hoffnungslosigkeit, weil sie keinen Ausweg für sich und ihre Kinder sehen, ihre Sorge um die Zukunft der Kinder, weil man ihnen den Platz in der Schule verwehrt, ihr An-den-Rand-gedrängt-sein, weil man ihnen jede Würde abspricht.

AIDS ist die Lepra unserer Zeit. Und doch sind gerade diese Frauen und Kinder nicht Täter, sondern Opfer.

Unsere Rosi-Gollmann-Andheri-Stiftung nimmt sich in einem ersten Drei-Jahresprogramm 380 dieser Frauen und Kinder in 60 Slumgebieten der Stadt Madurai, Südindien, an. Die notwendigen ca. 50.000 € werden weithin durch die Erträge unserer Unterstiftung „Chancen für Frauen in Not“ abgedeckt.
Die bereits mit erstaunlichem Erfolg eingesetzten Maßnahmen umfassen:

  • Aufklärung der betroffenen Familien und des Umfeldes, um das Stigma AIDS abzubauen.
  • Anleitung der Angehörigen in der Pflege und im Umgang mit den Betroffenen.
  • Verbesserung der medizinischen Versorgung und der Ernährung.
  • Ausbildung und Vermittlung von einfachen Arbeiten zur Überlebensssicherung.
  • Wiedereingliederung der Kinder in Schul- und Berufsausbildung.

 

Die Erfolge machen Mut – uns von der Stiftung und den Betroffenen, die wieder in Würde leben dürfen.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie unter "Aktuelles".

 

Blinde Menschen in Bangladesch

Blinde Menschen in Bangladesch

sind die spezielle Zielgruppe von zwei unserer Unterstiftungen (Treuhandstiftungen). Zusätzlich gehen immer wieder gezielte Zuwendungen (Spenden) für diese Menschen ein.
Wenn zur Armut die Blindheit kommt, ist das ein kaum tragbares Schicksal. Ein operativer Eingriff in einem der von der Andheri-Hilfe errichteten Augen-Hospitäler oder in den sog. Eye-Camps (mobile Augenbehandlungslager) eröffnet ihnen eine helle Zukunft. Und das für 40 € pro Operation. Dazu kommt die Vermeidung von Neuerblindungen: Aufklärung der Bevölkerung, Sehtests in Schulen, Früherkennung und –behandlung in einfachen dörflichen Gesundheits-Zentren sind wichtige Aufgaben im Kampf gegen die Blindheit.

Mehr als 1.200.000 Augenoperationen konnte die Andheri-Hilfe bereits ermöglichen; viele Blinde warten noch. Die Erträge der beiden Unterstiftungen mit dem speziellen Zweck der Hilfe für blinde Menschen bedeuten für viele Menschen in Dunkelheit das Glück zu sehen.

Eine Reihe von (alten) Projekten konnte die Rosi-Gollmann-Andheri-Stiftung erfolgreich abschließen.

IHRE Mithilfe – z.B. durch Zustiftungen – erhöht die Erträge unserer Stiftung und sichert diese erfolgreich begonnenen Projekte finanziell ab.

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